Fahrradampel – Ein wichtiger Teil der Verkehrslenkung und Sicherheit

Fahrradampeln sind keine Seltenheit

Eine Fahrradampel als Teil einer Radverkehrsanlage regelt den Radverkehr.

Eine Fahrradampel als Teil einer Radverkehrsanlage regelt den Radverkehr.

Eine Fahrradampel ist wohl jedem Verkehrsteilnehmer in Deutschland schon einmal aufgefallen – sei es in Kombination mit einer Fußgängerampel oder als unabhängige Lichtzeichenanlage.

Fahrradampeln gehören heute zu einer modernen Verkehrslenkung.

Lichtzeichen für den Fahrradverkehr sind, wie Radwege auch, in der Regel Teil einer Radverkehrsanlage und ausschließlich für die Beachtung durch Radfahrer gedacht.

Daher ist die Gestaltung dieser Ampel teilweise auch nur auf deren Bedürfnisse abgestimmt.

Welche Ausnahmen es gibt, wie verschiedene Fahrradampeln aussehen können und was bei einigen dieser Anlagen zu beachten ist, soll im folgenden Ratgeber betrachtet und erläutert werden.

Welche Ampel gilt für Radfahrer?

Wie bereits beschrieben, sind spezielle Fahrradampeln meist Teil einer Radverkehrsanlage und dienen ausschließlich der Lenkung des Radfahrverkehrs. Ist also eine solche Ampel für das Fahrrad vorhanden, muss diese vom Radfahrer auch beachtet werden.

In den überwiegenden Fällen ist eine Fahrradampel dort an Kreuzungen oder Einmündungen angebracht, wo sich ein Radweg oder ein Radfahrstreifen befindet. Hier kann auch eine Kombination aus Fußgänger- und Fahrradampel vorhanden sein.

Gibt es keine Radverkehrsanlage muss der Radfahrer die Fahrbahn benutzen oder sein Rad schieben. Hier gelten dann entweder die Lichtzeichen für den Kfz-Verkehr oder die Fußgängerampeln.

Welche Lichtzeichen ein Radfahrer beachten muss, ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO) unter § 37 Abschnitt 1 Nummer 5 und 6 festgelegt. Nummer 6 sagt diesbezüglich Folgendes aus:

Wer ein Rad fährt, hat die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten. Davon abweichend sind auf Radverkehrsführungen die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr zu beachten. An Lichtzeichenanlagen mit Radverkehrsführungen ohne besondere Lichtzeichen für Rad Fahrende müssen Rad Fahrende bis zum 31. Dezember 2016 weiterhin die Lichtzeichen für zu Fuß Gehende beachten, soweit eine Radfahrerfurt an eine Fußgängerfurt grenzt.“

Eine Fahrradampel in Deutschland – Es gibt verschiedene Varianten

Eine Fahrradampel kann bei einer Lichtzeichenanlage neben der Ampel für den Kfz-Verkehr angebracht sein oder wie beschrieben, sowohl separat stehen sowie auch zusammen mit einer Fußgängerampel.

In Deutschland gibt es verschiedene Varianten von Fahrradampeln.

In Deutschland gibt es verschiedene Varianten von Fahrradampeln.

Ist eine Fahrradampel Teil einer Lichtzeichenanlage, weisen die Lichter, wenn sie die gleiche Größe wie die Kfz-Ampel haben, immer ein Fahrradsymbol auf.

Auch eine separat stehende oder angebrachte kleinere Fahrradampel, die den Verkehr auf einem Radwege oder einer Fahrradstraße regelt, kann sowohl mit einem Fahrradsymbol ausgestattet sein oder nur die gängigen Signallichter aufweisen. Sie folgen dem Schema Rot-Gelb-Grün, wobei das Fahrradsymbol als Extraleuchte, als Zusatzschild oder direkt in den Signalen angezeigt werden kann.

Ampeln mit den kleineren Signallichtern sind dann oft auch so angebracht, dass sie sich auf Kopfhöhe der Radfahrer befinden und so von diesen besser wahrgenommen werden können.

Oft befindet sich auf den Radwegen oder Radfahrstreifen dann auch eine Haltelinie, die wie beim Kfz-Verkehr, mit Sensoren ausgestattet sein kann, welche die Ampelschaltung auslöst.

Darüber hinaus ist auch möglich, dass wie bei Fußgängerampeln, manuelle Auslöser, sogenannte Signalgeber, installiert sind, die von den Radfahrern betätigt werden müssen.

Eine speziell für das Fahrrad abgestimmte Ampel, ist meist auch so geschaltet, dass die Grünphasen an die Geschwindigkeit von Radfahrern angepasst sind und andere Verkehrsteilnehmer nicht eingeschränkt werden. Wird der Radverkehr gemeinsam mit dem Fußgängerverkehr geregelt, weist die Ampel ein Fahrrad und Fußgänger als Symbol aus.

Missachtung: Bußgelder drohen

Missachtet ein Radfahrer eine Fahrradampel und überfährt diese bei Rot, hat er mit Sanktionen zu rechnen. Wie beim Überfahren einer ‚normalen‘ roten Ampel, wird hier ein Bußgeld von 60 Euro fällig und ein Punkt in Flensburg kommt hinzu.

Wird auf einem Radweg der Verkehr nur durch eine Kfz-Ampel geregelt, darf der Radfahrer auf dem Radweg auch bei einer roten Ampel rechts abbiegen. Fährt er jedoch auf der Fahrbahn ist dies untersagt.

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