Fahrradbeleuchtung

Bußgeldkatalog Fahrradbeleuchtung

BeschreibungBußgeld
Fahrrad ohne Licht bzw. defektes Licht20 €
...mit Gefährdung25 €
...es kam zum Unfall oder Sachbeschädigung35 €

Bußgeldrechner Fahrradbeleuchtung

Hinweise zur Beleuchtung am Fahrrad

Beleuchtung am Fahrrad

Eine funktionierende Beleuchtung am Fahrrad ist Pflicht

Millionen von Radfahrer werden sich über die Abschaffung der Dynamo-Pflicht gefreut haben. Denn somit sind seit Mitte 2013 auch akku- und batteriebetriebene Lampen an Rädern erlaubt. Doch das heißt noch lange nicht, dass grundsätzlich alle Batterieleuchten legal sind, auch wenn die Polizei bei Verkehrskontrollen diesbezüglich oftmals ein Auge zudrückt und von einem Bußgeld absieht – vorausgesetzt, das Rad verfügt überhaupt über eine sichtbare Fahrradbeleuchtung. Doch was ist in der StVO und StVZO eigentlich genau vorgeschrieben?

Fahrradbeleuchtung: Das sagt die StVZO

In Paragraph 67 der StVZO wird geregelt, wie die lichttechnische Einrichtungen an Fahrrädern auszusehen haben. Folgender Auszug verdeutlicht das:

  • Fahrräder müssen für den Betrieb des Scheinwerfers und der Schlussleuchte mit einer Lichtmaschine, deren Nennleistung mindestens 3 W und deren Nennspannung 6 V beträgt, einer Batterie mit einer Nennspannung von 6 V (Batterie-Dauerbeleuchtung) oder einem wiederaufladbaren Energiespeicher als Energiequelle ausgerüstet sein. Abweichend von Absatz 9 müssen Scheinwerfer und Schlussleuchte nicht zusammen einschaltbar sein.
  • An Fahrrädern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Als lichttechnische Einrichtungen gelten auch Leuchtstoffe und rückstrahlende Mittel. Die lichttechnischen Einrichtungen müssen vorschriftsmäßig und fest angebracht sowie ständig betriebsfertig sein. Lichttechnische Einrichtungen dürfen nicht verdeckt sein.
  • Fahrräder müssen mit einem nach vorn wirkenden Scheinwerfer für weißes Licht ausgerüstet sein. Der Lichtkegel muss mindestens so geneigt sein, dass seine Mitte in 5 m Entfernung vor dem Scheinwerfer nur halb so hoch liegt wie bei seinem Austritt aus dem Scheinwerfer. Der Scheinwerfer muss am Fahrrad so angebracht sein, dass er sich nicht unbeabsichtigt verstellen kann. Fahrräder müssen mit mindestens einem nach vorn wirkenden weißen Rückstrahler ausgerüstet sein.
  • Fahrräder müssen an der Rückseite mit
    • einer Schlussleuchte für rotes Licht, deren niedrigster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht weniger als 250 mm über der Fahrbahn befindet,
    • mindestens einem roten Rückstrahler, dessen höchster Punkt der leuchtenden Fläche sich nicht höher als 600 mm über der Fahrbahn befindet, und
    • einem mit dem Buchstaben „Z“ gekennzeichneten roten Großflächen-Rückstrahler

    ausgerüstet sein. Die Schlussleuchte sowie einer der Rückstrahler dürfen in einem Gerät vereinigt sein. Beiwagen von Fahrrädern müssen mit einem Rückstrahler entsprechend Nummer 2 ausgerüstet sein.

Fahrradbeleuchtung: Was ist bei den Reflektoren zu beachten?

Am Fahrrad sind elf Reflektoren vorgeschrieben

Am Fahrrad sind elf Reflektoren vorgeschrieben

Neben dem Scheinwerfer und der Schlussleuchte werden zudem genau elf Reflektoren vorgeschrieben, die sich an den verschiedenen Positionen am Rad zu befinden haben.

Doch diese zugegebenermaßen strengen Reflektoren-Vorschriften werden nur von den wenigsten Fahrradbesitzern eingehalten.

Auch die meisten neuen Fahrräder haben längst nicht alle Reflektoren an Bord. Wenn, dann erfüllen Velos mit dem Siegel „StVZO konform“ die Vorgaben für die Fahrradbeleuchtung.

Laut StVZO sind ein weißer Reflektor für vorne, einer kleiner für hinten sowie ein Großflächen-Rückstrahler vorgeschrieben. Moderne Dynamolampen sind von Hause aus in der Regel mit Reflektoren ausgestattet. Doch weitaus schwieriger ist die Sachlage bei den gelben Reflektoren an den Pedalen, da diese sowohl nach vorne als auch nach hinten strahlen sollen, damit Radfahrer als solche auf den ersten Blick erkennbar werden. Bei Plastikpedalen sind die Reflektorplatten meist integriert, so dass es in der Praxis keine Probleme gibt. Anders ist die Situation bei Metallpedalen, wo die Reflektoren dagegen nur aufgesetzt montiert sind und erfahrungsgemäß früher oder später abfallen.

Damit das Fahrrad auch zur Seite hin sichtbar wird, müssen sich laut StVZO an den Laufrädern jeweils zwei gelbe Speichenrückstrahler befinden, die im 180-Grad-Winkel angebracht werden. Eine Alternative zu den Katzenaugen stellen dünne Speichenreflektoren dar. Diese werden ringförmig um das ganze Rad herum montiert. Wem das immer noch zu aufdringlich ist, der findet bei den Reifen eine weitere Lösungsmöglichkeit für die Reflektoren. Vor allem bei Trekkingbikes und Tourenräder sind die Mäntel oft mit einem durchgehenden Reflektorstreifen ausgestattet. Somit werden die Katzenaugen überflüssig.

Abschaffung der Dynamo-Pflicht

Wie bereits erwähnt, sind ein funktionierender Scheinwerfer und eine Schlussleuchte bei der Fahrradbeleuchtung das A und O. Laut einer 40 Jahre alten Regelung, die im Sommer 2013 gekippt wurde, musste die Beleuchtung über einen Dynamo angetrieben werden. Seit der Abschaffung der Dynamo-Pflicht dürfen Radfahrer aber endlich auch von Gesetzeswegen Lampen mit Batterie- oder Akkubeleuchtung verwenden. Zwar wurden auch die Anstecklichter noch zu Zeiten der Dynamo-Pflicht in Kontrollen getreu dem Motto „besser als nichts“ toleriert, dennoch sah der Bußgeldkatalog bei fehlendem Dynamo ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro vor.

Nicht alle Batterieleuchten sind erlaubt

Trotzdem: Auch nach der Abschaffung der Dynamo-Pflicht sind Radfahrer längst nicht immer mit Batterieleuchten auf der sicheren Seiten, hat doch die Neuregelung der Fahrrad-Verkehrsregel ein paar Schönheitsfehler. Denn Batterieleuchten als Fahrradbeleuchtung sind nur dann zulässig, wenn sie über eine Nennspannung von 6 Volt verfügen.

Anders als bei Dynamoleuchten (wegen des Standlichts) macht dies bei Batterieleuchten wenig Sinn und nur ein kleiner Bruchteil der erhältlichen Batterieleuchten hat die vorgeschriebene Spannung. Solange die Polizei in einer Kontrolle nicht auf einen Volometer zurückgreift, besteht aber kein Grund zur Sorge und eine Bekanntschaft mit dem Bußgeldkatalog für Fahrradfahrer ist nicht zu befürchten.

Dagegen könnte es allerdings nach einem Unfall durchaus mit der Versicherung zu Streitigkeiten kommen. Als Lösung empfiehlt sich für alle Sicherheitsbewusste, dass sie die Einwegbatterien in der Fahrradlampe durch wiederaufladbare Akkus ersetzen. Doch früher oder später wird die Verkehrspolitik eine entsprechende Änderungsverordnung präsentieren, so dass es keinerlei Einschränkungen mehr bei den Batterieleuchten gibt.

47 Kommentare

  1. Oklahoma sagt:

    Ich fahre seit feb. 2013 OHNE licht und muste noch nichts bezahlen- dynamo ist kaputt

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Oklahoma,

      sobald das auffliegt, und es wird eines Tages auffliegen, wird ein Bußgeld fällig, das die Anschaffungskosten für einen neuen Dynamo überschreiten wird.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

    • Radfahrer sagt:

      Es ist total gefährlich und rücksichtlos, ohne Licht zu fahren.
      Ich fahre selbst Im Sommer und Winter Fahrrad. Bei Dunkelheit und in der Dämmerung natürlich mit Licht. Gelegentlich begegnen mir unbeleuchtete Räder, die oft nur im allerletzten Moment erkennbar sind. Bislang konnte ich immer ausweichen.
      Aber die Vorstellung, dass zwei Räder mit jeweils Tempo 20 frontal zusammenprallen ist überhaupt nicht lustig.
      Kauft Euch zur Not Batteriel-LED´s. Die kosten nur ein paar Euro, wiegen nur ein paar Gramm, aber ihr werdet gesehen.

  2. Mandy Ch. sagt:

    Hallo,
    kann man auf dem Fahrrad auch zu einer Verkehrskontrolle angehalten werden??

  3. A. J. sagt:

    Wann muss die Beleuchtung eingeschaltet sein?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      hierzu gibt es im Bußgeldkatalog keine genauen Angaben. Sobald die Sicht durch Dunkelheit eingeschränkt wird, ist es aber empfehlenswert, die Lampe einzuschalten. Dann vermeiden Sie das Bußgeld auf jeden Fall und sind zudem weitaus sicherer unterwegs.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Marco sagt:

    Hey liebe Fahrradexperten,
    gestern wurde ich beim Fahrrad fahren mit defektem Licht zum ersten mal erwischt und musste 20€ bezahlen. Jedoch bin ich mitten in den Fahrstunden und meine Prüfung steht bald bevor. Jetzt habe ich die Angst bekommen, dass ich eventuell noch keine Prüfung ablegen darf, also eine gewisse Zeitspanne abwarten muss weil mir dieses Vergehen unterlief.
    Kann das Konsequenzen für die Prüfung haben oder mache ich mir ohne Grund sorgen.
    Danke schonmal im Voraus für eure Antworten 😀

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Marco,

      dieses Beleuchtungsvergehen hat keine Auswirkungen auf Ihre Führerscheinprüfung. Sie müssen sich also keine Sorgen machen. Viel Erfolg bei Ihrer Führerscheinprüfung!

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. Sebastian sagt:

    Hallo,
    ich hab da mal eine Frage: Und zwar wurde ich angehalten wegen Fahrens ohne Licht, und da ich ein Mountainbike habe muss ich anstatt den vorgeschriebenen 20€, 25€ bezahlen. Ist das Rechtens ??????

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Sebastian,

      das Bußgeld für ein nicht nach den Vorschriften beleuchtetes Fahrrad liegt laut aktuellem Bußgeldkatalog bei 25 Euro, wenn eine Gefährdung oder Behinderung anderer vorlag. Ist dies nicht der Fall, liegt das Bußgeld bei 20 Euro. Die Höhe des Bußgeldes ist nicht von dem Typ Ihres Fahrrads abhängig.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Julia sagt:

    Ich habe eine Verwarnung mit 20 Euro Verwarnungsgeld wegen defekter Litchtanlage am Rad bekommen. Allerdings ist mein 17 jähriger Sohn zu der aufgeführten Zeit mit dem Rad gefahren und die Verwarnung auf meinen Namen eingetroffen, obwohl er sienen Ausweis gezeigt hat. Kann ich das anfechten da die Angaben nicht stimmen ?
    Grüße
    Julia

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Julia,

      ja, Sie können dagegen Einspruch einlegen. In Deutschland gilt keine Halterhaltung [edited], sondern eine Fahrerhaltung. Das bedeutet, dass derjenige der gefahren ist, auch dafür belangt werden sollte. Deswegen können Sie nicht das Bußgeld von Ihrem Sohn übernehmen.
      Ein Bußgeld aufgrund einer Ordnungswidrigkeit können Jugendliche ab 14 Jahren erhalten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • Heinrich sagt:

        Liebe Redaktion,
        ich nehme an, Sie meinten: In Deutschland gilt keine Halterhaftung, sondern eine Fahrerhaftung 😉 Auch wenn dieser Verdreher öfter zu finden ist, kenne ich niemanden, der sich Fahrer oder Hafter hält, höchstens Haustiere 🙂

  7. Anna sagt:

    Hallo!

    Ich wurde vor kurzem bei einer allgemeinen Verkehrkontrolle beim Radfahren ohne Licht aufgehalten. Heute ist ein Brief gekommen, in dem steht, dass ich 48,50EUR Verwarnungsgeld+Verfahrenskosten statt den angegebenen 20,00EUR zahlen muss.
    Kann das stimmen? Seit wann sind Verfahrungskosten fällig?

    Gruß,
    Anna.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Anna,

      leider ist das rechts laut § 25a StVG. Verfahrenskosten sind immer dann zu tragen, wenn die Behörde einen Mehraufwand hatte. Wenn beispielsweise der Fahrer ermittelt werden muss, kostet das auch. In Ihrem Fall sind die 28,50 Euro die Zustellkosten für den Bußgeldbescheid. In der Regel werden diese erst ab einem Bußgeld von 60 Euro erhoben. Dies ist jedoch von Ihrer hiesigen Behörde abhängig.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Max sagt:

    Also ich wurde neulich angehalten, weil mein Licht nicht funktionierte, ich dachte es hätte sich damit, aber jetzt ist eine Rechnung über 48€ gekommen…

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Max,

      Anna hatte das gleiche Problem. Die Kosten von 28,50 Euro sind Zustellkosten und werden abhängig von der Behörde verlangt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Achim sagt:

    Hallo,
    ab wann gilt es als Fahren Ohne Beleuchtung.
    Ich selbst fahre MTB und habe auch nicht vor mir Reflektoren in die Speichen/Klickpedale zu klemmen. Ist dies schon eine Ordnungswidrigkeit? Oder betrifft das nur das Licht an sich?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Achim,

      strenggenommen könnte dies bei einer Kontrolle angemahnt werden. Laut StVO sind die Beleuchtungsvorschriften für ein Fahrrad ziemlich umfangreich.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. H.S. sagt:

    bei einer verkehrskontrolle am nachmittag (ca. 13:00 uhr) wurde mir wegen defekter beleuchtungsanlage ein bußgeld von 20,- euro erteilt. ein bußgeld sehe ich ein. aber die höhe von 20,- nicht !!!

  11. Daniel sagt:

    Hallo
    ich hab eine frage zwecks Beleuchtung am tage
    kann ich auch komplett ohne Lampen am tag fahren ?
    oder muss eine Lampe vorne und hinten dran sein auch wenn ich sie nicht benötige?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Daniel,

      streng genommen muss ein Fahrrad die entsprechenden Vorschriften zur Beleuchtung auch dann erfüllen, wenn gerade gar keine Beleuchtung benötigt wird.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  12. Kevin sagt:

    Moin,

    muss ich mein Rad, nachdem ich ein Bußgeld wegen der mangelnden Beleuchtung bekommen habe, bei der Polizei vorführen um zu „beweisen“ dass ich die Mängel behoben habe oder hat sich der Vorfall mit den 20€-35€ erledigt?

    Mit freundlichen Grüßen
    Kevin

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Kevin,

      die Polizei kann Ihnen entgegenkommen und Ihnen eine Mängelanzeige auferlegen, sodass Sie innerhalb von zwei Wochen das Fahrrad noch einmal der Polizei vorführen müssen – natürlich mit repariertem Licht. Tun Sie dies nicht, kommt ein Bußgeldbescheid. Hat die Polizei diesen Schritt übersprungen und gleich ein Bußgeld angeordnet, erlischt das Vorführen des Rades.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Wia sagt:

    Hallo,
    wurde vorhin beim Rad fahren ohne Licht erwischt . Ich habe jetzt das Problem, das ich mich brei der Polizei bewerben wollte. Kann mein Verstoß Folgen mit sich ziehen ?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Wia,

      das Fahren ohne Licht ist eine Ordnungswidrigkeit. Einer Bewerbung bei der Polizei würden nur begangene Straftaten, die in das Bundeszentralregister eingetragen wurden, im Wege stehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Hans sagt:

    Liebe Redaktion von Bußgeldkatalog.org,

    danke für eure tolle Internetseite!

    Ich habe eine Frage die hier noch nicht angesprochen wurde: Was ist mit der Legalität von Fahrradblinkern? Also einem Licht, das ankündigt, dass der Radfahrer nach links oder rechts abbiegen will.
    Ich meine Blinker die neben dem Rücklicht links und rechts sind oder vorne neben dem Vorderlicht rechts und links. Ich meine also nicht die Blinker die man am Ende des Lenkers anbringt, die sind von hinten – wo es am wichtigsten ist – nur schwer zu sehen.

    Im Internet kann man solche Blinker in gelber Farbe und mit oder ohne Pfeilform kaufen. Ich finde das voll gut, weil es im Dunkeln viel deutlicher zu sehen ist, als den Arm auszustrecken. Und auch wenn man an der Ampel steht, streckt man nicht die ganze Zeit den Arm aus, sondern lässt den Blinker blinken und die anderen wissen wohin man fahren will.

    Die StVZO schreibt in § 67 Absatz 2 klar vor: „An Fahrrädern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein.“

    In der StVO steht zum Abbiegen in § 9 Absatz 1: „Wer abbiegen will, muss dies rechtzeitig und deutlich ankündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen.“

    Meine Fragen:
    1. Sind Fahrradblinker zulässig?
    Zum Beispiel weil sie irgendwo außerhalb der StVZO als „zulässig erklärt“ wurden wie es in der StVZO heißt oder weil sie ein zum Abbiegen notwendiger „Fahrtrichtungsanzeiger“ nach § 9 Absatz StVO sind?

    2. Wenn nein: Wäre es rechtlich möglich ein Bußgeld zu bekommen weil man mit dem Blinker eine Lichtquelle benutzt, die weder vorgeschrieben, noch für zulässig erklärt wurde?

    3. Kann ein Blinker das Handzeichen sogar ersetzen oder nur ergänzen?
    Ich denke dass das Handzeichen sehr gefährlich sein kann, weil man dann einhändig fährt und nur kurz die Hand ausstrecken kann. Ein Verkehrsteilnehmer der dann gerade nicht hinsieht, sieht auch nicht das Handzeichen. Wenn der Blinker ein zulässiger Ersatz wäre, kann man immer beide Hände am Lenker lassen und einfach die ganze Zeit durchblinken. Die Verkehrssicherheit wäre so sehr erhöht.

    Danke sehr für eure Mühe! Ihr macht das echt klasse!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Hans,

      laut StVZO gilt: An Fahrrädern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Ob dies für die Fahrradblinker gilt, erfahren Sie beim Hersteller.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  15. Rainer S. sagt:

    Hallo und einen schönen guten Tag in die Runde.
    Ich persönlich finde es von Kindern sowie Eltern Unverantwortlich sich bei Dunkelheit mit einem Fahrrad ohne Beleuchtung zu bewegen.
    Grade wieder jetzt in dieser Jahreszeit wo es Morgens länger Dunkel ist und am Abend wieder früh Dunkel wird solle einem Jedem der Normale Menschenverstand sagen ICH MUSS Beleuchtung haben.
    Hier ist es meiner Meinung nach auch völlig egal ob es sich um eine Batterie betriebene oder Dynamo betriebene Beleuchtung handelt.
    Hauptsache Licht am Fahrrad !!
    Ich persönlich hatte diese Woche schon 2 mal Glück das ich nicht ein Schulkind was mit einem unbeleuchtetem Fahrrad unterwegs war Abgeschossen habe.
    Hier sollten auch die Eltern mehr in die Verantwortung gezogen werden das sie besser drauf achten das die Räder Verkehrs Sicher sind.
    Was mir bei machen Eltern durchaus Positiv gefällt ist:
    Das sie Ihre Kinder zusätzlich zu einem mit Beleuchtung ausgerüstetem Fahrrad zusätzlich mit einer Warnweste kleiden !! Top Eltern !!
    So werden die Kinder gut und Rechtzeitig gesehen und mögliche Unfälle vermieden !!
    Mit freundlichen Grüßen
    Rainer Schulz

  16. Frank sagt:

    Hallo,
    ich bin heute Morgen gegen halb 9 Fahrrad gefahren. Ich bin dann angehalten worden (ursprünglich wegen was anderem), der Polizist hat dann aber zusätzlich zu zu dem eigentlichen Grund des Anhaltens (über den Bordstein gefahren) bemängelt, dass ich keine Lichtanlage am Fahrrad hätte, was sicherlich wahr war (ich benutze Akku-Lichter, die ich aber zuhause gelassen habe; war ja taghell), aber wie gesagt auch unnötig. Er hat aber gesagt, dass mich das fehlen meiner Lichtanlage (zusätslich) bis zu 40€ kosten würde. Ist das zulässig? Schließlich war es 1. Taghell und 2. habe ich bei ihnen auf der Seite gelesen, dass Fahren ohne Licht, in der Dunkelheit(!) lediglich 25€ kosten würde? Übrigens hab ich noch kein Brief bekommen und nichts. Ich wollte mich nur im Vorraus schonmal informieren. Vielen Dank und liebe Grüße,
    frank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Frank,

      in der Tat kann dafür ein Bußgeld anfallen – allerdings empfiehlt es sich erst einmal abzuwarten, ob ein Bußgeldbescheid eintrifft.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. Timmy sagt:

    Hallo und guten Morgen,
    ich wurde heute Morgen auch von den netten Herren in Blau begrüßt.
    Der Grund, zu wenig Licht. Ich habe eine Stirnlampe LED als Vorderlampe und das Rücklicht in LED ist im Fahrradhelm integriert.
    Ich habe eingesehen das es doch nicht 1A zu erkennen ist und war der Meinung mit einer mündlichen Verwarnung das ganze aufzubessern. Nein, es wurden gleich mal 20,-€ fällig. Liebe Redaktion, ich gehe mal davon aus das sowas wieder eine Sache einer Einzelentscheidung des Beamten ist.
    Im Bußgeldkatalaog trifft dieses Bußgeld auf das Fahren ohne Licht zu, dem war aber nicht so!
    Ich finde das alles einfach zu schwebend…Was sagt ihr dazu?
    MfG und fröhliche Weihnachten
    Timmy

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Timmy,

      in der Tat war die vorgeschriebene Beleuchtung nicht angebracht bzw. nicht betriebsbereit. Insofern liegt das Bußgeld im gesetzlichen Rahmen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  18. Wlad sagt:

    Hallo,

    was eigentlich passiert, wenn der Akku vom Rücklicht während der Fahrt leer wird? Man kann doch nicht jede Minute nach hinter gucken. Ist das trotzdem strafbar?

    Gruß,
    Wlad

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Wlad,

      in der Tat haben Sie dafür zu sorgen, dass die Beleuchtung ordnungsgemäß funktioniert – dazu gehört die Prüfung der Batterien.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. Angelika sagt:

    Hallo,
    mein 17 jähriger Sohn hat einen Bußgeldbescheid bekommen. Er soll am 2 Weihnachtsfeiertag Abends um 22:40 Uhr angehalten worden sein, da er ohne Licht im Industriegebiet unterwegs war. Nun hat aber unser Sohn mit uns und seinen Großeltern den Weihnachtsabend verbracht und war es nicht. Es hat einer die falschen Personalien angegeben. Der Eispruch soll von uns zurückgenommen werden, sonst geht es zur Staatsanwaltschaft. Er war es nicht. Und nun?
    Müssen wir als Erziehungsberechtige auch angeschrieben werden.
    Es ist die falsche Adresse auf dem Bußgeldbescheid.
    Hätte erst ein Anhörungsbogen verschickt werden müssen?

    Gruß
    Angelika

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Angelika,

      leider können wir keine Einzelfallberatung bieten und verweisen in diesen Fällen auf einen Rechtsanwalt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  20. Heinz sagt:

    Was kostet ein vorschriftswidriger/vorschriftswidrig eingestellter Scheinwerfer, der gegen §67 (3) StVZO verstößt?

    Ist das nur ein Defekt der Lichtanlage oder ist das aufgrund der Blendung eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer und somit 25€?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Heinz,

      wenn tatsächlich eine Gefährdung besteht und diese auch vorlag, dann wird dies mit 25 Euro belegt.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  21. Lisa sagt:

    Ich wurde gestern Abend von der Polizei aufgefordert, mein Rad zu schieben, da ich kein Licht anhatte. Nach ein paar Metern bin ich blöderweise wieder aufs Rad gestiegen 🙁 Der Polizist kam noch Mal vorbeigefahren und erteilte mir einen Zahlschein mit der angekündigten Summe von 60€. Weil er nett sein wollte, beließ er es bei 40€. Das kommt mir 1. immer noch ziemlich viel vor und 2. war die Art und Weise der Ausstellung ziemlich mies. Kann man da irgendwas machen?

    • Lisa sagt:

      Ich muss hinzufügen, dass ich weder jemanden gefährdet noch einen Unfall o.Ä. hervorgerufen habe.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Lisa,

      da sie tatsächlich ohne Licht gefahren sind, besteht eine Verkehrsordnungswidrigkeit. Wenn der Beamte Ihnen die Summe genannt hat und auf einen Schein ausgestellt hat, sollte diese ordnungsgemäß gezahlt werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  22. Licht (welche elektrische Alternative zum Strahler) sagt:

    Guten Tag,

    mein Dynamo / Strahler hat einen Wackelkontakt. Zur Sicherheit möchte ich mir eine elektrische Aufstecklampe kaufen.

    Jetzt habe ich gesehen, dass viele nicht nach der Straßenordnung zugelassen sind. Ich habe aber schon viele andere Radfahrer mit ähnlichen Lampen gesehen.

    Was muss / sollte ich also tun ?

    Was passiert, wenn mich die Polizei anhält?

    Vielen Dank

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Licht,

      im Moment ist in Sachen Fahrradbeleuchtung einiges im Wandel. Aufsteckbare LED-Leuchten zum Aufstecken waren ursprünglich nicht vorgesehen. Seit 2013 wurde allerdings die Dynamopflicht abgeschafft, weswegen nun auch der Batterie- bzw. Akkubetrieb zulässig ist. Dennoch deckt das Gesetz nicht die gegenwärtigen Nutzungsgewohnheiten der meisten Fahrradfahrer ab. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie eine Beleuchtung wählen, welche eine 6 V Nennspannung hat und fest verbaut werden kann. Aufstecklampen sind zwar üblich, allerdings streng genommen nicht zulässig. Inwieweit die Polizei dies kontrolliert, steht auf einem anderen Papier.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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