Straßenbenutzung mit dem Fahrrad

Fahrrad-Bußgeldkatalog Straßenbenutzung

BeschreibungBußgeld
Beschilderten Radweg nicht benutzt (blaues Schild)20 €
...mit Behinderung25 €
...mit Gefährdung30 €
...es kam zum Unfall oder Sachbeschädigung35 €
Beschilderten Radweg in falscher Richtung befahren20 €
...mit Gefährdung25 €
...es kam zum Unfall oder Sachbeschädigung35 €
Rechtsfahrgebot missachtet15 €
...mit Behinderung20 €
...mit Gefährdung25 €
...es kam zum Unfall30 €
Unerlaubtes Fahrradfahren auf dem Gehweg oder in der Fußgängerzone15 €
...mit Behinderung20 €
...mit Gefährdung25 €
...es kam zum Unfall30 €
Nebeneinander Rad fahren und dadurch andere behindern20 €
...mit Gefährdung25 €
...es kam zum Unfall30 €
Als Radfahrer das Zeichen 267 (Verbot der Einfahrt) missachtet20 €
...mit Behinderung25 €
...mit Gefährdung30 €
...es kam zum Unfall35 €
Freihändig fahren5 €

Fahrrad-Bußgeldkatalog Handy

BeschreibungBußgeld
Benutzen von Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung25 €

Fahrrad-Bußgeldrechner Straßenbenutzung

Strassenbenutzung mit dem Fahrrad

Strassenbenutzung mit dem Fahrrad

Straßenverkehrsregeln für Fahrradfahrer

Müssen Radfahrer den Radweg benutzen oder dürfen sie auch auf der Straße fahren? Was sagt der Bußgeldkatalog für Radfahrer? Wie hoch ist das Bußgeld bei einem Verstoß? Welche Regelungen bzw. Besonderheiten gelten für Kinder? Sie sehen, die Fragestellung, wo Radfahrer überhaupt fahren dürfen bzw. müssen, verspricht schon im Vorfeld viele Fragen, die wir Ihnen im Folgenden beantworten werden.

Müssen Radfahrer vorhandene Radwege benutzen?

Als Radfahrer ist nur dann das Fahren auf dem Radweg verpflichtend, wenn der Radweg durch eins der drei blauen Radwegschilder („Nur für Radfahrer“, „Nur für Fußgänger und Radfahrer gemeinsam“ und „Nur für Radfahrer und Fußgänger getrennt“, Verkehrsschild-Zeichen 237, 240 und 241) gekennzeichnet ist. Zwar sind die Schilder nur ein Gebot, doch für Radfahrer besteht in diesem Fall die Pflicht, diese zu benutzen.

Neben ausgeschilderter Radwegen gibt es auch noch Radwege ohne Beschilderung. Diese lassen sich eventuell anhand eines aufgemalten Fahrradpiktogramms, der Art der Pflasterung oder der Einfärbung erkennen. Diese Radwege befinden sich rechts von der Fahrbahn und können von Radfahrern benutzt werden. Eine Pflicht besteht jedoch nicht.

Dagegen ist es laut StVO für Radfahrer verboten, andere Radwege links von der Fahrbahn zu benutzen. Genau wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer gilt auch für Radfahrer das Rechtsfahrgebot. Ein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot für Fahrradfahrer wird laut Bußgeldtabelle mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro geahndet. Die Benutzung von Radwegen auf der linken Seite sind nur dann erlaubt, wenn es durch ein Verkehrsschild angeordnet wird. Ansonsten müssen Radfahrer rechts auf der Straße fahren, wenn dort kein Radweg vorhanden ist.

Radfahrern wird ohnehin empfohlen, zu ihrer eigenen Sicherheit besser auf der Straße zu fahren. Das klingt erstmal paradox, ergibt aber einen Sinn. Denn auf der Straße werden Radfahrer von Autofahrern viel besser gesehen und wahrgenommen. Zudem ist der ausgeschilderte Radweg auch immer nur dann zu benutzen, wenn dieser befahrbar ist. Nicht selten sind Radwege durch parkende Autos oder Mülltonnen versperrt oder durch Scherben verschmutzt. In diesem Fall dürfen Radfahrer auf die Straße ausweichen. Räder mit Anhängern und Lastenräder, die aufgrund ihrer Bauweise zu breit für den Radweg sind, dürfen dagegen immer auf der Straße fahren.

Als Radfahrer auf der Straße fahren

Als Radfahrer auf der Straße fahren

Wenn weder ein Radweg noch ein Seitenstreifen vorhanden ist, müssen Radfahrer ebenfalls auf der Straße fahren. Viele glauben jedoch, ein Ausweichen auf den Gehweg ist erlaubt, doch diese sind tabu und keine Alternative. Eine Ausnahmeregelung gilt für Kinder. So müssen Kinder bis zum achten Lebensjahr grundsätzlich immer den Gehweg nutzen, während Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr zwischen Straße und Gehweg wählen können. Für erwachsene Radfahrer ist das Fahrradfahren auf dem Gehweg nur dann erlaubt, wenn der Gehweg durch das Verkehrszeichen 240 für Fußgänger und Radler gemeinsam freigegeben ist. Da auf dem Gehweg die Fußgänger gefährdet sind, müssen Radfahrer besonders Rücksicht nehmen und notfalls Schrittgeschwindigkeit fahren. Aber auch Fußgänger müssen Obacht geben.

Busspuren sind dagegen nicht für Radfahrer freigegeben. Aber auch hier gibt es eine Ausnahme und zwar wenn die Benutzung für den Fahrradverkehr durch ein Zusatzschild erlaubt wird.

Welche Strafen sieht der Bußgeldkatalog Radfahrer vor?

Im Bußgeldkatalog für Radfahrer werden unter der Kategorie Straßenbenutzung die Verstöße und Konsequenzen geregelt. Doch welche Bußgelder drohen, wenn Radfahrer hierbei gegen die Vorschriften verstoßen?

In besonders schweren Fällen kann die Polizei sogar das Fahrrad beschlagnahmen und man muss zu Fuß weitergehen. Wer zudem auf der falschen Straßenseite fährt und quasi als Geisterfahrer unterwegs ist, ist im Normalfall mitschuldig, wenn es zu einem Unfall kommt. Selbst wenn der Unfallgegner, mit dem man zusammengestoßen ist, unaufmerksam oder zu schnell gefahren ist, muss mit einer Mitschuld gerechnet werden. Autofahrer wiederum bekommen eine Teilschuld, wenn an einer Straßenkreuzung nicht auf entgegenkommende Radfahrer (also als Geisterfahrer) geachtet wurde. Denn laut Gesetzgeber müssen Autofahrer einkalkulieren, dass Radfahrer Radwege oftmals in falsche Richtung nutzen.

49 Kommentare

  1. Die_Kuh_macht_muh sagt:

    angenommen ich habe 7 punkte angesammelt und mache nun noch einen einzelnen Punkt aufgrund eines Vergehesn auf dem Fahrrad, kann mir dann mein FS komplett entzogen werden?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      ja, das ist richtig. Auch ein Punkt aufgrund eines Vergehens mit dem Fahrrad kann zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  2. Mascha seitberger sagt:

    Ich sehe nicht mehr so gut, darf ich den Bürgersteig mit dem Fahrrad befahren?

  3. Rokazki sagt:

    es ist also tatsächlich verboten, neben einander fahrrad zu fahren? das ist doch eine Frechheit!

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      Sie dürfen nebeneinander Fahrrad fahren, aber dabei keine andere Person gefährden oder belästigen. Nur wenn dies der Fall ist, fällt das Bußgeld an.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  4. Bea L. sagt:

    Die Stadt hat auf ca. 2 km nur auf einer Seite einen Weg neben der Fahrbahn asphaltiert. Verkehrsteilnehmer erkennen darin einen Radweg. Er ist, auch nur teilweise, in einer Richtung mit Z. 240 ausgeschildert. Fahre ich ordnungsgemäß auf der Fahrbahn wo kein begleitender Weg ist, werde ich von den Autofahrern mit körperlicher Gewalt bedroht. Also fahre ich linksseitig auf dem begleitenden Weg. Muss ich dann auch mit einem Bußgeld rechnen? Sollte ich mich lieber beschimpfen, anhupen und anfahren lassen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Bea,

      sofern sich dort das Zeichen „Radfahrer frei“ befindet, darf der Weg in beide Richtungen benutzt werden, ansonsten ist dies nicht zulässig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  5. TD sagt:

    Hallo,

    wenn die Straßenverhältnisse sehr schlecht sind z.B. durch Pflastersteine die große Lücken haben und das Fahrrad sehr arg dadurch schwankt und es leider auch die parallelen Straßen genau so sind, darf man dann trotzdem nicht auf dem Gehweg in Schritttempo und Beachtung der Fußgänger fahren?

    MfG

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo TD,

      Sie dürfen in gar keinem Fall auf einem Gehweg fahren. Es ist höchstens erlaubt, das Fahrrad auf diesem ausschließlich für Fußgänger erlaubten Weg zu schieben. In diesen, von Ihnen genannten, Fällen dürfen Sie das Fahrrad auf dem Gehweg schieben oder auf die Straße ausweichen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  6. Ursula R. sagt:

    Wie hoch ist das Bußgeld, wenn man mit einem S-Pedelec auf einem Radweg fährt (blaues Schild)? Wie hoch ist das Bußgeld, wenn man mit einem S-Pedelec einen Kinderanhänger zieht?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Ursula,

      Zweiräder, die schneller als 25 km/h fahren können, gelten in der Straßenverkehrsordnung als Kleinkrafträder, sodass Sie hier den Bußgeldkatalog für Pkw, Krafträder und Lkw beachten müssen. Ein Beispiel ist, dass Sie 15 Euro bezahlen müssen, wenn Sie eine Straße bzw. einen Weg verbotswidrig befahren: https://www.bussgeldkatalog.org/strassenbenutzung/

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  7. mekkerliesesl sagt:

    Hallo bkg.org- Team,
    ist es erlaubt mehrere Autos (25kmh) in einer 30-Zone links zu überholen ?
    mit freundlichen Grüßen

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      Radfahrer müssen sogar links überholen. Aus diesem Grund ist dies erlaubt – natürlich unter ständiger Vorsicht und Beobachtung der Verkehrslage.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  8. Parkbesucher sagt:

    Was passiert rechtlich, wenn eine Person aus einer öffentlichen Behörde eine Radtour in einem Park anbietet und auch ausrichtet, in dem nur Fußgängerwege vorhanden sind? Ich habe dieses Vorgehen bemängelt und werde von offizieller Stelle der Stadt, die diese Radtour durchgeführt hat, nicht ernst genommen. Jedenfalls denkt anscheinend niemand darüber nach, die nächste Tour anders zu gestalten.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      möchte eine Person diese Veranstaltung abhalten, muss sie einen Antrag bei der jeweiligen Behörde einreichen. Diese prüft dann individuell, ob die Gegebenheiten vor Ort für die Veranstaltung optimal sind. Handelt es sich jedoch um eine nicht angemeldete Veranstaltung können Sie dies melden. Doch auch in Ihrem Fall ist eine Beschwerde bei der jeweiligen Behörde möglich, wenn Fußgänger dadurch gefährdet werden.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  9. Rote Ampel auf dem Gehweg ausweichen sagt:

    Hola!
    Wie sieht es mit dem Bußgeld aus wenn ich kurz vor einer roten Ampel (für Fußgänger nicht an einer Kreuzung etc.) auf den Gehweg fahre um danach wieder auf die Straße zu fahren. Der Ampel wird dadurch also ausgewichen. Sehe ich das richtig das man in diesem Fall nur Bußgeld zahlen müsste weil man auf dem Gehweg gefahren ist?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      Sie dürfen nur in zwei Fällen auf den Gehweg ausweichen: 1. Sie sind jünger als zehn Jahre. 2. Der Gehweg ist ausdrücklich freigegeben (z.B. an einer Baustelle). Ansonsten ist dieses Verhalten verboten.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  10. Ordnungsgemäßes Licht und noch etwas mehr sagt:

    Mein Fahrrad hat einen Nabendynamo und lässt Tag und Nacht das Front- und Rücklicht scheinen. Da ich gerne auch nachts ein paar Runden drehe und das vornehmlich auf langen Radwegen außerhalb der beleuchteten Stadtstraßen tue, habe ich als Zusatz noch zwei kleine Taschenlampen auf dem Lenker montiert. Diese machen den außenstädtischen Radweg ordentlich hell, sind aber ohne entsprechende Zulassung. In den vielen Jahren hat mich noch niemand darauf angesprochen … wenn der freundliche Helfer mich doch einmal ins Gespräch verwickeln würde: Könnte er mich verwarnen oder Geld verlangen? Welche Grundlage gibt es dafür ggfs. im Bußgeldkatalog?

    Die vorgeschriebene, ordnungsgemäße Beleuchtung ist vorhanden … und den Rest nutze ich nur, wenn ich zügig auf unbeleuchteten Straßen unterwegs bin.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      besitzen die Lichter keine amtliche Genehmigung, ist dies illegal. Wie hoch die Strafe ausfällt, kann Ihnen das Ordnungsamt sagen. Der Bußgeldkatalog sieht keine Straftaten hierfür vor, weil dies keine verkehrsrechtliche Komponente ist.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  11. Maria sagt:

    Darf ich als Radfahrerin, wenn ich an der Ampel stehe, bspw. die Uhrzeit auf dem Handy checken?

  12. Viv sagt:

    Ist es erlaubt mit In-Earhörern Musik auf dem Fahrrad zu hören? Wenn nicht, wie hoch ist das Bußgeld?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo,

      solange Sie die akustischen Verkehrssignale (Hupen, Fahrradklingel…) unbeeinträchtigt wahrnehmen könne, dürfen Sie auch mit Kopfhörern fahren.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  13. Dagmar S. sagt:

    Welche Strafe erwartet eine Gruppe von Radfahrern, die auf einer Autobahn fahren?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Dagmar,

      neben der Gefahr für Leib und Leben droht für das Befahren einer Autobahn mit einem nichtmotorisieren Fahrzeug ein Bußgeld von 10 Euro.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  14. Pablo sagt:

    Hallo, ist das Fahren (als Erwachsener) auf einem Gehweg ohne Behinderung anderer Personen mit Schrittgeschwindigkeit immer vorschriftswidrig?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Pablo,
      in der Regel ja. Gehwege sind für Fußgänger vorgesehen, nicht für Radfahrer.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  15. Landei sagt:

    In der Stadt find ich die Regelung mit Fahrradwegen ja super, aber auf dem Land ist das furchtbar! 1. Gibt es zu 90% keine Radwege hier. 2. Sind die Fahrradfahrer, die dann auf der Straße fahren eine echte Behinderung und Gefahr, da sie zum übberholen anregen und so mehr als oft brenzlige Situationen entstehen (beobachte ich immer wieder) und 3. Für die Radfahrer echt nicht ungefährlich! Ich habe vor Jahren das Radfahren aufgegeben, weil es mir viel zu gefährlich ist auf der Straße zu fahren. Und dann jammern immer alle, dass die Leute zu viel mit dem Auto fahren. Man sollte die Regelung auf ländlichem Gebiet ernsthaft überdenken!

  16. cair-paravel sagt:

    Darf ich auf dem Gehweg fahren, wenn ich mit meinem Kind (unter 10 Jahren) unterwegs bin?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Cair-Paravel,

      um der Aufsichtspflicht für Ihr Kind nachzukommen und aufzupassen, dass Ihrem Kind nichts passiert, ist dies für diesen Einzelfall möglich.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  17. aloisius sagt:

    Freihändig fahren kostet 5 Euro? Was kostet es wenn ich während der Fahrt ein Lied pfeiffe?

  18. Müller sagt:

    Hallo,

    Ist es verboten mit zwei Kopfhörern und Musik Fahrrad zu fahren? Meines Erachtens ist es insoweit nicht verboten, wenn die Lautstärke angemessen ist, sodass der Verkehr wahrgenommen werden kann. Ich wurde diesbezüglich aufgehalten und mit einer Verwarnung zur Androhung eines Bußgelds getadelt

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Müller,

      in der Regel ist die Nutzung von Kopfhörern auf dem Fahrrad nicht untersagt. Hier ist tatsächlich die Lautstärke der Musik entscheidend, denn der Verkehr muss noch wahrgenommen werden können und das Gehört nicht beeinträchtigt sein.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  19. Martin Schmidt sagt:

    Tachen ans Bußgeldtem!
    Bei den Fahrrädern, könnten sie noch bitte die Punkte die man bekommen könnte, noch dazu schreiben.

    Grüße

  20. All-X sagt:

    Den Radweg in der falschen Richtung zu befahren kostet nur 20 bis 35 Euro. Hier sollte der Gesetzgeber mal dringend nachbessern. Hier in der Berlin sind Geisterrradler das größte Ärgernis und die größte Gefahrenquelle überhaupt. Teilweise wird man tatsächlich noch angeblökt, weil man (in der korrekten Richtung fahrend) nicht ausweicht. Es würden wohl nur ein Fahrradführerschein und vernünftige Bußgelder samt entsprechendem Kontrolldruck gegen diesen Irrsinn helfen. Und die Beschlagnahme und das Einschmelzen des Rades. Dann gibt es wenigstens noch ein paar Euro für den Schrottwert zugunsten der Staatskasse. Dafür kann man ja dann brauchbare Radwege bauen. Daran fehlt es hier nämlich auch in den meisten Bezirken.

  21. maze sagt:

    Ich wurde neulich von einem Polizisten angehalten als ich mit meinem Fahrrad eine leere Straße (30 km/h erlaubt) auf dem Hinterrad heruntergefahren bin.

    Er meinte, dass das Fahren auf dem Hinterrad mit dem Fahrrad explizit verboten ist, was ich defintiv nicht glaube. Ich hatte mein Fahrrad vollkommen unter Kontrolle und habe keine anderen Verkehrsteilnehmer behindert / abgelenkt.

    Des Weiteren meinte er, dass das Fahren mit Kopfhörern auch illegal sei, obwohl ich trotz Musik noch alle Verkehrssignale gehört habe (die Lautstärke wurde nicht mal überprüft..) und auch keinen behindert habe (war ja kein einziges Auto / kein einziger Fußgänger / Radfahrer auf der Fahrbahn).

    Waren die Anschuldigungen des Polizisten gerechtfertigt?
    Ich bin mit einer „starken Verwarnung“ davongekommen meinte er, obwohl meines Erachtens hier überhaupt kein Bußgeld ausgestellt werden dürfte.

    Ein freundliches Erinnern sich vorsichtig im Straßenverkehr zu bewegen bzw. das Fahren auf dem Hinterrad aus Sicherheitsgründen zu unterlassen hätte gereicht.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Maze,

      ein Fahrrad darf im Straßenverkehr nur mit zwei von einander unabhängigen Bremsen betrieben werden. Wird das Rad nur auf dem Hinterrad gefahren, kann es sein, dass dies nicht mehr gegeben ist, da die Bremse am Vorderrad praktisch außer Funktion gesetzt ist. Beim Musikhören kommt es auf die Lautstärke an.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

      • maze sagt:

        Hallo,

        Danke für Ihre Antwort.

        In § 65 der StVZO steht:
        „Fahrräder müssen 2 voneinander unabhängige Bremsen haben“.
        Dies bezieht sich doch nur auf das Vorhandensein von 2 Bremsen?

        Ich denke einfach, dass der Tatbestand des Fahrens auf dem Hinterrad mit dem Fahrrad einfach noch nicht rechtlich behandelt wurde, und es somit keinerlei Regelungen / Verbote diesbezüglich gibt.

        • bussgeldkatalog.org sagt:

          Hallo maze,

          in diesem Fall geht es auch im die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Sie können das Rad in der Regel nicht ausreichend kontrollieren und wie bereits erwähnt, kann es sein, dass die Bremsfunktion der zwei Bremsen nicht sicher gewährleistet ist.

          Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  22. Silvia F. sagt:

    Ich habe einen Bußgeldbescheid wegen befahren des Radweges in nicht zulässiger Richtung. Das wird mit 20 Euro geahndet. Soweit so gut. Zusätzlich soll ich die Kosten des Verfahrens in Höhe von 25 Euro und Auslagen in Höhe von 3,50 Euro zahlen. Das ist eine Absolute Frechheit. Da sind die Gebühren höher als die Strafe.

  23. Murmel sagt:

    Hallo, ab welchem Alter dürfen Kinder nicht mehr auf Gehwegen fahren? Und ist fahren auf öffentlichen Treppen erlaubt?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Murmel,

      das Fahren auf dem Gehweg ist für Kinder bis 8 Jahren Pflicht. Öffentliche Treppen sind indes nicht zum Fahren vorgesehen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  24. Andy sagt:

    Hallo

    mit was für eine strafe kann man rechnen wenn man auf den Fahrrad Weg entgegengesetzt gefahren ist, und von einen Auto erfaßt wurde?

    Mit Freundlichen Gruß

    Andy

  25. Joe sagt:

    Wenn der Radweg!!! keine abgesenkten Bordsteinkanten hat, darf man dann mit dem Rennrad die Straße benutzen?

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Joe,

      wenn es einen Radweg gibt, so muss dieser benutzt werden und nicht die Straße.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

  26. Astrid S. sagt:

    Hallo,
    ich bin mit meinem Rad auf dem Gehweg langsam gerollert, nicht gefahren. Da ich schon in der Nähe von meinem Ziel war, habe ich den Radweg verlassen. Also rechtes Bein auf der linken Pedale und mit dem linken Bein auf dem Gehweg, wie bein einem Roller eben. Ein mir entgegen kommender Polizist hat mein Verhalten als Verkehrsordnungswidrigkeit eingestuft und meine Personalien aufgenommen. Hat der Herr da wirklich recht? Und meine zweite Frage wäre, darf man als Erwachsener mit einem Roller auf dem Gehweg fahren?

    Mit freundlichem Gruß
    A. S.

    • bussgeldkatalog.org sagt:

      Hallo Astrid,

      laut § 24 StVO gehören Tretroller zu den besonderen Fortbewegungsmitteln. Fahrer müssen den Gehweg benutzen. Da Sie Ihr Rad nicht geschoben haben, ist es möglich, dass Sie eine Ordnungswidrigkeit begangen haben. Genaue Auskünfte kann Ihnen ein Anwalt für Verkehrsrecht erteilen.

      Die Redaktion von bussgeldkatalog.org

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